Rezepte und Tipps

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Kräuter in der Schwangerschaft

Pflanzen und Kräuter zur Unterstützung in der Schwangerschaft

Jeder werdenden Mutter liegt es am Herzen, sich selbst und ihr heranwachsendes Kind optimal auf die Geburt vorzubereiten. Während sich der Körper der Frau verändert, der Bauch wächst, kommt oftmals auch die körperliche Belastung der Schwangerschaft zum Tragen. Dies kann sich in den unterschiedlichsten Beschwerden äußern. Damit diese „anderen Umstände“ als beglückender Lebensabschnitt erfahren werden können, hält u.a. Mutter Natur eine Fülle von Pflanzen und Kräutern zur Linderung bereit.
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[accordion-item title=“Sieben-Kräuter-Schwangerentee »“]
Rezept
Brennnesselblätter, Frauenmantel, Himbeerblätter, Johanniskraut, Melissenblätter, Schafgabenkraut, Zinnkraut je zu gleichen Teilen, 10 – 15 Min. ziehen lassen; einige Tropfen frischen Zitronensaft zu jeder Tasse dazugeben.

Eine bewährte Mischung, die uns in der Schwangerschaft reichlich mit allen notwendigen Mineralien versorgt. Der Tee ist sehr wohlschmeckend und kann schon sehr früh in der Schwangerschaft getrunken werden. Die Kräuter werden jeweils zu gleichen Teilen gemischt und über den Tag verteilt getrunken.[/accordion-item]
[accordion-item title=“Kräuter »“]
Die Brennnessel, ein „Teufelskraut“, die von Heilpflanzenkennern als starke Heilpflanze hervorgehoben wird. Sie regt im menschlichen Körper die eisenproduzierenden Organe an und führt dem Körper Eisen zu. Sie wirkt blutreinigend, regt Blase und Nieren an, fördert die Tätigkeiten des Magens und des Darmes.

Der Frauenmantel- das Allerfrauenheil, ist nicht allein vom Namen her das Frauenkraut par exellence. Durch seine Kombination der Heilstoffe (hauptsächlich Gerb- und Bitterstoffe), wirkt er heilend und stärkend auf die großen und kleinen Beckenorgane der Frau, ausgleichend und regulierend auf den ganzen weiblichen Organismus. Er stärkt die Gebärmutter und kann so auf eine gute Geburt vorbereiten. Da er gleichzeitig blutstillend und heilend wirkt, kann er evtl. entstandene Verletzungen auch nach der Geburt bei der Heilung unterstützen. .

Himbeerblätter sind die bekanntesten und meistgebrauchten Schwangerschaftskräuter. Sie tonisieren die Gebärmutter und helfen so, Fehlgeburten und nachgeburtliche Blutungen durch eine atonische (schlaffe) Gebärmutter zu verhindern. Sie unterstützen eine sichere und zügige Geburt, indem sie die Gebärmutter dazu anregen (wenn es an der Zeit dazu ist), loszulassen und ohne Angespanntheit zu arbeiten. Sie verstärken nicht die Kontraktionen, aber sie erlauben der kontrahierenden Gebärmutter, effektiver zu arbeiten, und können die Geburt dadurch erleichtern und beschleunigen.

Johanniskraut– Sonnenbalsam für die Seele- ähnlich wie ein Sonnenbad, wirkt die Pflanze erhellend und durchwärmend auf Körper und Psyche. Es beruhigt und stärkt die Nerven.

Melisse beruhigt das Herz, fördert Entspannung und fördert einen natürlichen Schlaf, lindert Annspannung und Ängste, verleiht aber andererseits wieder neue Kräfte.

Schafgarbe- die Blüte der Unverwundbarkeit- bietet einen psychischen Schutz, indem sie der Person die Unverwundbarkeit von Achilles verleiht (lat.: Achillea millefolium); sie „stärkt ein Kämpferherz“ und gibt Kraft in den Übergangszeiten des Lebens.

Das Zinnkraut, auch Schachtelhalm oder Ackerschachtelhalm genannt, hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure, dadurch wirkt es gewebefestigend und blutstillend; es festigt das Gewebe der Blase und Nieren, wirkt diuretisch (wassertreibend) und entzündungshemmend. Es kann bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung getrunken werden.[/accordion-item]
[accordion-item title=“Rezepte für die Zeit während und nach der Geburt »“]

Gut vorbereitet für den Bärinnen-Hunger

Hühnersuppe

Eine Hühnersuppe im Wochenbett ist Kraftnahrung pur. Sie ist schnell zubereitet. Lecker und leicht verdaulich. Sie versorgt mit vielen Mineralien. Durch ihre kräftigende Wirkung beugt sie den Folgen der Erschöpfung vor und verstärkt so die Freude über das Kind .

Die Zutaten:

  • ein frisches Suppenhuhn
  • eine Ingwerwurzel
  • Karotten
  • Sellerie
  • Lauch
  • Zwiebeln
  • Petersilienwurzel
  • ein Bund Petersilie
  • Gewürze (falls zur Hand): Bertram, Muskat, Galant, Quendel, Pfeffer
  • Suppeneinlage, je nach persönlichem Geschmack: Dinkelkörner, Dinkelgries, Reis, Suppennudeln

Das Suppenhuhn enthäuten und unter kaltem Wasser gut waschen. Mit kaltem Salzwasser bedeckt aufsetzen, aufkochen lassen und 1-3 Stunden ganz leicht köcheln lassen. Nach dem Aufkochen das geputzte und klein geschnittene Gemüse und die Kräuter dazugeben.
Das Fleisch als Frikassee verwenden oder etwas davon in die Suppe schneiden. Das verkochte Gemüse herausnehmen uns portionsweise mit frischem Gemüse und diversen Suppeneinlagen noch mal aufkochen. Möglichst 2 – 3 Tassen täglich.[/accordion-item]
[accordion-item title=“Leckere Rezepte zur Förderung der Milchbildung »“]

Bald nach der Geburt macht sich bei der stillenden Frau großer Hunger bemerkbar. Das ist ebenso erfreulich wie sinnvoll! Er sollte jedoch nicht mit (schnell verfügbarer) Schokolade oder ähnlichem gestillt werden. Empfehlenswert ist es, gesundes „fast food“ vorzubereiten, zum Beispiel:

Milchbildungskugeln = Energiebällchen

250 g Weizen
150 g Gerste
100 g Hafer
1 Handvoll Cashew-Nüsse
150 g Butter
150 g Roh-Rohrzucker

Das Getreide fein vermahlen und schroten. Das Mehl mit einer Handvoll feingehackter Cashew-Nüsse in einem Topf oder einer Pfanne anrösten, bis es leicht braun wird und duftet. Ständig bewegen. Butter zufügen und weiter rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Zucker unterrühren und nach 10 bis 15 Sekunden vom Herd nehmen. Vorsicht, der Teig ist heiß! Einige Esslöffel Wasser machen die Masse so geschmeidig, dass Kugeln von zwei bis drei Zentimetern Durchmesser geformt werden können.

 

Milchbildungskekse
Rezept mit herzlichem Dank von Cathrin Khouri

Zutaten

  • 450 gr. Mehl, möglichst Vollkornmehl
  • 100 gr. Butter
  • 125 ml Oel (Sonnenblumen- oder Rapsoel)
  • Prise Backpulver
  • Prise Salz
  • 2 EL Roh-Rohrzucker
  • 1 EL Kümmel
  • 1 EL Anis
  • 1 EL Schwarzkümmel

Zubereitung

Alles miteinander verrühren und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen und messerrückendick ausstechen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 180° C etwa 20 – 25 Minuten backen.

Ein guter Snack für Zwischendurch im Wochenbett.
Milchbildungskugeln und -kekse sind schnell zubereitet (übrigens auch ein schönes Mitbringsel für den ersten Besuch). Sie sind lecker und gesund und, wie der Name schon sagt, auf Grund ihrer Vollwertigkeit prima milchbildend. Sie halten sich über Tage im Kühlschrank (die Kugeln) und sind jederzeit greifbar. MIlchbildungkugeln und -kekse sind sozusagen gesundes „Fast Food“ – für die kleine(n) Mahlzeit(en) zwischendurch.[/accordion-item]
[accordion-item title=“Ernährung in der Stillzeit »“]

Nach der Geburt ist eine ausgewogene und reichhaltige Nahrung wichtig für Sie selbst und für das Gedeihen Ihres Kindes. Lassen Sie es sich schmecken und genießen Sie Ihre Mahlzeiten so gut es geht; auch wenn Sie häufiger Ihre Mahlzeiten unterbrechen müssen.

Ihr Körper benötigt die Energiezufuhr, damit er gehaltvolle und nahrhafte Milch bilden kann.

Während des Wochenbettes sind (Fleisch) -Suppen, v.a. Hühnersuppen eine kräftigende Nahrung. Zwischen den Mahlzeiten sind Nüsse und Mandeln, Trockenfrüchte, Müsliriegel oder/ und Stillkugeln empfehlenswert, weil nahrhaft, milchbildend und schnell zur Hand.

Denken Sie daran, genug zu trinken, etwa 2-3 Liter täglich; Wasser und Tee.

Es gibt keinen Grund, den Speiseplan vorzeitig einzuschränken. Sie können davon ausgehen, dass Ihr Kind nicht mit körperlichen Symptomen auf Speisen reagiert, die Sie gewohnt sind und immer schon gegessen haben.

In den ersten Tagen ist es sinnvoll, Speisen, die stark blähend wirken (u.a. Knoblauch, Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte) mit Vorsicht und beobachtend zu genießen. Reagiert Ihr Baby mit Blähungen, macht es natürlich Sinn, auf diese Speisen zu verzichten.

Zitrusfrüchte können einen wunden Babypopo verursachen.[/accordion-item]
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